Verbesserungsprojekte

~ Verbesserungsprojekte ~

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Verein: Kreisfischerei-Verein e. V. von 1885 Warendorf/Ems

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Gewässer: Ems

Wir vom Kreisfischerei-Verein haben eine Renaturierung an der Ems durchgeführt und am 02.12.2020 mit der behördlichen Abnahme abgeschlossen. Bei der Renaturierung der „Ems unterhalb Axtbachmündung“ wurden auf einer Fläche von ca. 6 ha drei neue Emsschleifen angelegt und durch Randsenken und Flutmulden ergänzt. Darüber hinaus wurde ein Altarm an die Ems angebunden und eine Verbindung zwischen dem Altarm und dem Nördlichen Talgraben geschaffen. Somit haben wir ein Stück der Ems naturnah gestaltet und verschiedene Gewässertypen miteinander vernetzt. Das Projekt war nur möglich, da Herr Josef Besselmann die Fläche kostenfrei zur Verfügung stellte und das Ing. – Büro Andreas Vollmer (Wasserbau), neben anderen Projektbeteiligten, uns hilfreich und professionell unterstützt haben. Von der Projektidee, ersten Gesprächen und Planungen Ende 2015 bis zur Plangenehmigung am 29.08.2018 war viel Abstimmungs- und Koordinierungsarbeit erforderlich. Die Ausführungsplanung und öffentliche Ausschreibungen haben ebenfalls einige Zeit in Anspruch genommen. Die Beteiligung und Information der Bürgen war in dem Projekt sehr wichtig. Da der Weg am Emsufer durch die Renaturierung beseitigt wurde, ist ein neuer Weg „auf der grünen Wiese“ angelegt worden. Beim offiziellen Baubeginn im Oktober 2019, mit Beteiligung der Presse, wurde die Maßnahme und die neue Wegeführung vorgestellt und erläutert. Bei der Öffnung der ersten Emsschleife haben wir einen Tag der offenen Baustelle durchgeführt. Viele interessierte Bürger nutzten den neuen Weg und haben den Baufortschritt beobachtet. Bei der Freigabe der neuen Brücke über den Altarm und Anbindung an den Bestandsweg, im Juli 2020, waren Bürger und die Presse anwesend. Während der gesamten Bauzeit hatten wir nur zwei kurze Unterbrechungen, bedingt durch Hochwasserereignisse. Mit der Bezirksregierung Münster, als Genehmigungsbehörde, hatten wir von der Abstimmung der Planung bis zur Abnahme eine gute und kooperative Zusammenarbeit. Die Renaturierung wurde durch das Land NRW gefördert. Eckpunkte der Renaturierung der Ems unterhalb Axtbachmündung Antragsteller und Bauherr, Kreisfischerei-Verein e. V. von 1885 Warendorf / Ems Kosten der Renaturierung ca. 900.000,- € Plangenehmigung wurde erteilt am 29.08.2018 durch die Bezirksregierung Münster Offizieller Baubeginn am 02.10.2019 Freigabe der Brücke und Abschluss der Arbeiten am 06.07.2020 70.000 Tonnen Boden wurden bewegt 80 Bäume wurden als Totholz eingebaut Gesamtlänge der renaturierten Ems inkl. Verbesserung der Strukturen ca. 1.400 m Durchflossene, neue Ems Zunahme der Wasserfläche bei Niedrigwasserabfluss ca. 10.800 m² Emstypische Strukturen in der Aue, die natürlicherweise aus eigendynamischen Prozessen resultieren (Laufverlängerung mit anschließender Teil-Sedimentation, Rinnen durch Erosion bei Hochwasser etc.), Ausbildung von grundwassergeprägten Randsenken. Diese sog. „Eigendynamik“ bewirkt maßgeblich den ökologischen Wert von Gewässerauen. Flutrinne: ca. 70 m Altverlauf: ca. 80 m Randsenken: ca. 250 m Verbindung der renaturierten Ems mit dem Nördlichen Talgraben im Sinne eines organismendurchgängigen, miteinander kommunizierenden, verzweigten Gewässersystems. Gesamtlänge Verbindung Ems / Nördlicher Talgraben: ca. 1.500 m

 


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Verein: Sportfischerverein Kaarst e.V. Jugendgruppe

Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Gewässer: kleiner Kaarster See

Anzahl Teilnehmer: 7

Arbeitsstunden: 40

Klein aber fein , haben wir uns gedacht. Wir, das sind die Jungangler Anton Bovie (14), Hauke Steinig (14) , Maurice Stolarek (13) und Aiden Özea (13) zusammen mit unserem Jugendbetreuer Christoph Stolarek. Wir haben beim Projekt unserer Seniorenengruppe immer fleißig mitgemacht und möchten ein Teilprojekt selbst gestalten. Wir möchten Euch hier die Idee, die Grundlagen und die Umsetzung vorstellen. Wir lernen hierbei viel über die vielen kleinen Zusammenhänge, die Pflanzen und Tiere, die neben unserer Beute Fisch an und in unseren beiden Vereinsseen leben und möchten einen Beitrag zum Gesamtkonzept leisten. Die Hintergründe und Zusammenhänge vermittelt uns unser Vorsitzender, der ausgebildeter Gewässerwart ist und das Projekt Schonhabitate 2014 für unseren Verein ausgearbeitet hat. Seit 2020 unterstützt uns Erik Abel als neues Mitglied in der Jugendgruppe tatkräftig. Bis 2019 standen neben der Position S2 100 m² bepflanzte Schwimminseln im Block. Diese haben wir zusammen mit der Seniorengruppe im Juli 2019 neu aufgebaut und möchten hier 2020 eine bepflanzte Flachwasserzone als Rückzugsgebiet und Laichzone einrichten. Ungefähr 50 m² der Schwimminseln wurden räumlich auf die Position S1 versetzt, so dass Fläche für unser Projekt entsteht. Die Schwimminsel ist von beiden Seiten durch umgekippte Birken als Totholz eingerahmt, die heute bereits von Karpfen, Brassen und kleineren Weißfischen angenommen worden sind. Den Bereich a. bepflanzen wir Schwertlilien Rohrkolben und Seggen im Flachwasserbereich. Dieser kann im Hochsommer zeitweise trocken fallen und hat sandig/ schlammigen Untergrund. Den Bereich b. haben wir mit Schilfrohr im sandigen Bereich und entlang des Ufers mit Seggen bepflanzt. Zwischen den beiden Schwimminseln legen wir ein Seerosenfeld mit einheimischen Seerosen an.

 


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Verein: Fischereiverein Löningen e.V.

Bundesland: Niedersachsen

Gewässer: Merschsee

Anzahl Teilnehmer: 6

Arbeitsstunden: 30

Die vorerst letzte größere Umweltaktion zur ökologischen Aufwertung des Merschsees startete eine Arbeitsgruppe des Fischereivereins Löningen. Nach dem Anlegen von Flachbereichen, der Strukturverbesserung durch Totholz sowie dem Bau von Eisvogelbrutwänden wurden größere Mengen von Schnittholz und sogar ganzen Bäumen in Flachbereichen des Sees versenkt, um hier für Fische und Kleintiere bessere Lebensmöglichkeiten zu bieten. Neben vielfältigen Lebensräumen und Unterstandsmöglichkeiten für Fische und Kleintiere dienen Zweige und Äste unter Wasser einigen Fischarten auch als Ablaichplätze. Besonders der Zander benötigt zum Anlegen von sogenannten Zandernestern hartes Material wie Reisig, Äste oder Wurzelwerk. Da die frisch geschlüpften Larven sehr lichtempfindlich sind, braucht die Brut dunkle, geschützte Bereiche für die erste Lebenszeit. Kleineres Schnittgut wurde im Uferbereich zu einer Totholzhecke, einer sogenannten Benjeshecke, aufgeschichtet. Sie stellt eine sinnvolle Verwertungsmethode von abgeschnittenen Ästen und gleichzeitig eine Bereicherung für das Ökosystem dar.